Soziale Mission: Sport und Gesundheit

Gesund durch Sport

Bewegung ist das A und O einer gesunden Entwicklung von Körper und Geist. Wer seinen Kindern einen guten Start ins Leben geben will, der achtet von Anfang an auf frische Luft und viel Bewegung. Engagierte Eltern sind mit dem Nachwuchs nicht nur täglich bei Wind und Wetter im Freien, sondern nutzen auch das breite Angebot an Yoga- und Gymnastikkursen, die es schon für Babys gibt. Schwimmkurse schließen sich meist an, die Kinder werden in die sportlichen Aktivitäten der Eltern, wie das regelmäßige Laufen, Wandern und Reiten, einbezogen. Fußballverein, Tennisclub und Segeln gehören zu den Standards. Jungen und Mädchen wachsen mit einem guten Bezug zu ihrem Körper heran und bilden früh Social Skills aus, die ihnen im Kindergarten, in der Schule und in der Gesellschaft weiterhelfen. Sport fördert nicht nur körperliche Entwicklung und Gemeinschaftssinn. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, wie positiv sich sportliche Betätigung auf mentale Strukturen und die geistige Entfaltung auswirkt. Kinder und Jugendliche, die Sport treiben, bauen ein gesundes Selbstbewusstsein auf, bewältigen Konfliktsituationen leichter und stehen dem Leben mit seinen Herausforderungen deutlich positiver gegenüber als andere. Sie lernen früh, ihre Zeit zu strukturieren, sind selbständiger und geistig flexibler. Ihre Konzentrationsfähigkeit ist größer. Nicht selten, sind Kinder, die mit Sport aufwachsen, die besseren Schüler.

Richtige Ernährung

Ernährung ist ein großes Thema. „Du bist, was du isst“, heißt es so schön. Bioläden, vegetarische und vegane Ernährung sind angesagt. Viele Eltern kaufen sehr bewusst ein und achten auf ausgewogenes Essen. Kinder, die Sport treiben, werden auch im Verein oder in den Kursen auf die Thematik hingewiesen. Wenig Zucker, viel Obst und Gemüse gehören in der Regel zum vermittelten Leitbild. Mädchen und Jungen, die in einer bewusst lebenden Gemeinschaft mit sportlichen Aktivitäten aufwachsen, neigen in der Pubertät deutlich weniger zu Alkohol- und Nikotinmissbrauch. Dafür gibt es nicht nur Lifestyle-, sondern auch ganz wissenschaftlich fundierte Gründe: Beim Laufen, beim Schwimmen, bei jedem körperlichen Training werden Endorphine freigesetzt – die Kinder sind einfach glücklich und brauchen keinen synthetischen Ersatz. Man muss keinen Kult ums Essen betreiben, doch Frühstück, Mittag und Abendbrot sollten frisch und ansprechend zubereitet auf den Tisch kommen und in der Gemeinschaft eingenommen werden. Im Alltag ist das oft nicht möglich: Mutter und Vater arbeiten, der Nachwuchs ist in Kindergarten oder Schule. Hier gilt es, Kreativität und Ausdauer zu bei der Gestaltung gesunder Mahlzeiten zu Hause und beim Kampf um eine gesunde Ernährung in den öffentlichen Einrichtungen zu beweisen. Dazu werden engagierte Erwachsene gebraucht.

Selber schuld oder Teufelskreis?

In vielen Familien sieht es ganz anders aus. Sie haben weder Zeit noch Geld, um sich für ihre Kinder einzusetzen. Manchmal ist es die persönliche Situation, die Eltern verzagen lässt, manchmal sind es Strukturen, die ein Handeln zum Wohle der Kinder verhindern. Da ist die alleinerziehende Mutter, die keinen Unterhalt bekommt. Da sind Vater und Mutter mit kleinen Kindern ganz auf sich allein gestellt und haben niemanden, der sie unterstützt. Die Folgen tragen die Kinder. Niemand bringt sie zum Sportverein. Niemand achtet auf gesundes Essen. Nicht selten fehlt es einfach an Struktur, Lebensmut und Fantasie. Schnell stellen sich Defizite ein. Smartphone und PC übernehmen die Erziehung, wo bewusst handelnde Erwachsene gefragt sind. Statt gesunder Kost kommen fettreiche Fertiggerichte ohne Nährwert auf den Tisch. Mit den Auswirkungen haben alle zu leben: Übergewichtige Kinder, mangelnde Schulleistungen, mentale Fehlentwicklungen belasten die gesamte Gesellschaft und sind keinesfalls nur das Problem einzelner. Kindergarten und Schule werden den Herausforderungen schon lange nicht mehr gerecht. Einsparungen und Fehllenkungen haben dazu geführt, dass das Bildungswesen seinen Auftrag nicht mehr erfüllt. Erzieher- und Lehrermangel führen zum Ausfall von sinnvoller Beschäftigung und Unterricht. Bildung ist zur Privatsache geworden. Doch was wird aus den Kindern, deren Eltern sich Bildung nicht leisten können?

Hilfe zur Selbsthilfe: Gesunder Start für alle!

Niemand will Unfähige zusätzlich alimentieren, doch Hilfe zur Selbsthilfe ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um Kindern ein gesundes Leben mit allen Chancen zu ermöglichen. Übergewicht, Drogenprobleme und Schulversagen müssen nicht sein. Schon ein Termin in der Woche kann Kindern helfen, sich besser zu organisieren und auch in den Familien selbst ein Zeichen setzen. Sport motiviert und schafft Gemeinschaft. Die Motivation zum Sport ist ein Signal, das oft dankbar angenommen wird. Kinder und Jugendliche fühlen sich nicht länger abgehängt und ausgeschlossen, wenn sie beim Sport und beim gemeinsamen Kochen dabei sind. Eltern sind stolz, wenn sie die Mannschaft ihres Sohnes anfeuern können. Familien identifizieren sich mit sportlichen Erfolgen: Der große Bruder wird zum positiven Vorbild, an dem man sich orientieren kann und dem man gerne nacheifert. Gesundes Essen muss und darf kein Privileg sein. Viele einfache, schmackhafte Gerichte lassen sich auch mit einem schmalen Geld- und Zeitbudget zubereiten. So können neue Wertmaßstäbe gesetzt werden, die sich bei gemeinsamen Kochkursen gut vermitteln lassen. Familien finden wieder zu eigener Stärke, wollen sich einbringen und werden sich auch intensiver mit ihren Kindern beschäftigen. Wo gekocht wird, bleibt das Smartphone aus. Auf dem Fußballplatz hat der Fernseher keine Chance. Das sind positive Ansätze, die man vertiefen sollte.

Kindern und Jugendlichen gemeinsam Chancen bieten

Wer einen Mangel erkennt, sollte handeln. Die Krise im Bildungswesen zeigt bereits überall ihre Folgen. Trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse ändert sich kaum etwas. Immer mehr Kinder lernen nicht mehr schwimmen, weil der Schwimmunterricht ausfällt. Immer mehr Kinder leiden an Übergewicht, weil ihre Ernährung unzureichend ist. Immer häufiger wird über Konzentrationsmangel, Defizite im Sozialverhalten und körperliche Entwicklungsschäden geklagt. Auf der einen Seite stehen aufgeklärte, engagierte Eltern, die sich bereits seit langem vom öffentlichen Bildungsweg verabschiedet haben. Sie verfügen über ausreichende Mittel, um Ausbildung und gesunde Entwicklung ihrer Kinder privat zu finanzieren. Auf der anderen Seite steht eine immer größer werdende Menge an Familien und Kindern, die mit Missständen hadern und direkt durch die mangelnde Ausbildungsqualität betroffen sind. Das trifft nicht nur bildungsferne Schichten, sondern immer mehr Familien, die auf öffentliche Kindergärten und Schulen angewiesen sind. Familien, in denen Vater und Mutter arbeiten gehen, deren Zeit und Einkommen begrenzt sind, die unter höheren Mieten und steigenden Lebenskosten leiden. Hier gilt es effektiv und effizient zu unterstützen, damit Sport und gesunde Ernährung jedem Kind einen guten Start ins Leben ermöglichen können.

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